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Kieler Bürger-Schützen-Gilde von 1858 e.V.

Kieler Bürger-Schützen-Gilde von 1858 e.V. NDSB 005.248
     
Vorsitzender
Harald Wichel
Schriftwart
Geschäftsstelle (A)
Sportleiter
Erich Zeibig (S)
Feldstr. 108 Wiker Post Alte Lübecker Ch. 38
24105 Kiel Holtenauer Str. 322 24113 Kiel
0431 - 89 50 226 24106 Kiel 0431 - 68 53 73
     
Schießstand: bei „Wiker Post“ , Holtenauer Str. 322, Tel.: 0431 - 33 18 59

In einer bekannten und nicht nur in der Wik bekannten urigen Gaststätte hat die Kieler Bürger-Schützengilde seit 1959 ihr Domizil aufgeschlagen. Die Schützengilde wurde 1858 gegründet und entstammt der Gesellschaft Bürgerharmonie von 1832, die seinerzeit lediglich einmal jährlich zur Ermittlung ihres Königs ein Vogelschießen veranstaltete. Um ein sportliches Schießen durchführen zu können, gründeten einige beherzte Männer die Kieler Bürger-Gilde die später in Kieler-Bürger-Schützengilde umbenannt wurde. Aus der Gründungszeit sind noch die Gildelade, einige Protokollbücher sowie das Kassenbuch erhalten. Die Königskette ging leider im vergangenen Krieg verloren, sie konnte jedoch dank großzügiger Spenden der Mitglieder Ludwig Radomski (Schrottkönig von Kiel) und Heinrich Dohrn (Gaststättenbetrieb) größtenteils rekonstruiert werden. Das Vogelschießen fand am Stadtrand von Kiel statt und 1924 gründete sich innerhalb der Gilde eine Gruppe, die sportlich mit dem Kleinkaliber-Gewehr schoss. Dieses Schießen fand in Kopperpahl auf dem heutigen Gelände der Brunswiker Schützengilde statt. Ein Vereinslokal im eigentlichen Sinne gab es nicht. Man traf sich zu den Sitzungen in Lokalen die den mitgliedern gehörten das galt auch überwiegend für die Veranstaltungen, diese Gaststätten existieren heute nicht mehr oder wurden umbenannt wie zum Beispiel "Schloßhof", heute Metro-Kino.
Eine neue Ära begann nach dem zweiten Weltkrieg. Das sportliche Schießen konnte erst 1949 wieder aufgenommen werden und zwar nach einigen Wirren in der "Seeburg". Hier durfte lediglich mit Luftdruckwaffen geschossen werden, das Trainingsschießen fand alle 14 Tage getrennt für Damen und Herren statt. Der Wechsel des Pächters und die Umgestaltung der "Seeburg" bedeutete eine Neuorientierung für die Gilde und der seinerzeitige Inhaber der "Wiker Post", Walter Kelm sen., bot der Gilde seine Gaststätte als Vereinslokal an.
So kam die Kieler Bürger-Schützengilde von 1858 im Jahr 1959 in die Wik. Sie fand hier ideale Bedingungen für das Schießtraining und gesellige Veranstaltungen vor und die Mitglieder fühlten sich sofort wohl. Zwischenzeitlich kann im Saal auf sechs mobilen Ständen mit Luftdruckwaffen geschossen werden. Die Mitglieder treffen sich jeden Dienstag nicht nur zum Schießtraining sondern auch um sich über "Gott und die Welt" zu unterhalten.
Was geschieht eigentlich in einer Schützengilde? Wie der Name schon sagt wird selbstverständlich sportlich geschossen und einmal im Jahr ein Vogelschießen zur Ermittlung eines Königspaares veranstaltet. Das Vogelschießen erfolgt getrennt nach Jungen ab 6 Jahren, Jugendlichen ab 12 Jahren, Damen ab 18 Jahren und Herren ebenfalls ab 18 Jahren. In früheren Jahren wurde mit einer großen Armbrust auf den Vogel geschossen, heutzutage findet das mit dem Kleinkaliber-Gewehr statt. Für die Kinder wird in der Karnevalszeit ein Kostümfest angeboten und ein Tag gehört ihnen beim Schützenfest, das am 1.Sonntag im August stattfindet.
Den mitgliedern werden außerdem viele Veranstaltungen geboten wie zum Beispiel Ostereierschießen, Preisskat, Himmelfahrtstour, Damenausflug, Königsball, Weihnachtsfest und.. und…und.
Wie wird man Mitglied in einer Schützengilde? Indem man einfach einmal unverbindlich teilnimmt an einem Vereinsabend am Dienstag ab 19.30Uhr in der bekannten urigen
Gaststätte in der Wik, Holtenauer Straße.