Schützengilde " Gut Schuß Demühlen
v. 1957 e.V. "
Im Sommer 1957 saß man bei einem Fest des Siedlerbundes
in der ehemaligen Gaststätte Marienlust zusammen. Hier
entstand die Idee, eine Gilde aus der Taufe zu heben. Aus
den Räumen der Gaststätte Marienlust ist längst
ein Kindergarten geworden, der Gedanke einer Gilde hat sich
bis zum heutigen Tag gehalten.
26 Männer hoben am 27. Juli 1957 die Gilde " Gut
Schuß Demühlen " aus der Taufe. Walter Delfs
wurde zum 1. Vorsitzenden und Oberst der Gilde gewählt.
Unter seiner Regie wurde Fahne, Königskette, Lade und
Tischbanner angeschafft. In den ersten Vereinsvorstand wählte
die Gründungsversammlung Benno Pamperin zum Stellv. Vorsitzenden
und Major, Schriftführer wurde Jonny v. Ahrentschildt
und Adolf Nohns zum Schatzmeister der Gilde. Aus beruflichen
Gründen verließ der Stellv. Vorsitzende Benno Pamparin
die Gilde noch im Gründungsjahr, Peter Voltz übernahm
das Amt.
In Eigenleistung wurde im Gründungslokal ein Schießstand
für 4 Luftgewehrstände errichtet. Die Fahnenweihe
fand im April 1959 in Waldesruh statt. Der Schießbetrieb
nahm ständig zu und so mussten für die Sportschützen
bessere Bedingungen hergerichtet werden.
An der Ihlkate fand man die geeigneten Flächen. Der Stellv.
Vorsitzender Peter Voltz wurde als Bauleiter eingesetzt. Alle
Mitglieder haben mit Hand angelegt, um für die Gilde
ein eigenes Heim mit Schießstände zu errichten.
Für 9 Luftgewehr- und 5 KK-Stände wurden diese ausgelegt,
hiervon 2 auf 100 m und 3 auf 50 m. Im September 1961 fand
die Standweihe mit dem ersten KK - Fest im eigenen Vereinsheim
statt.
Die Olympischen Segelwettbewerbe in Kiel brachten die Gilde
1968 um ihr Vereinsheim bei der Ihlkate, da der Neubau der
BAB Neumünster - Kiel über das Gelände verlief.
Wieder war die Gilde ohne ein Dach über den Kopf, fand
aber bei der Freiwilligen Feuerwehr Russee erst einmal "
Asyl ". Im Dachgeschoss wurde ein provisorischer Schießstand
errichtet, das Vereinsleben der Gilde konnte weiter geführt
werden.
Die ersten Gespräche für das Gelände am nördlichen
Rand von der Siedlung Demühlen wurden 1970 mit dem Eigentümer,
Fa. Neelsen, geführt. Im Oktober 1974 konnte der Richtkranz
über die jetzige Liegenschaft gesetzt werden.
Auch beim Bau dieses Vereinsheimes an der Quarnbeker Straße
war Peter Voltz als Bauleiter tätig. Im April 1997 stellte
er nach 40jähriger Amtszeit sich nicht wieder zur Wahl.
Auf Beschluß der Mitgliederversammlung erhielt das Heim
den Namen " Major Peter Voltz Heim " und er wurde
zum Ehrenmajor ernannt.
Alljährlich am zweiten Wochenende im Juni wird am Freitagabend
mit dem Commers das große Schützenfest eingeleitet.
Der Samstagnachmittag gehört den Kindern und Jugendlichen.
Der Festumzug am Sonntagmorgen ist der Höhepunkt für
die Gildemitglieder.
Für Mitglieder und Gäste, die stets willkommen sind,
werden viele Feste über das Jahr organisiert.
Seit 1995 besteht ein Shanty - Chor. Hans Brackmann und Otto
Voltz haben seit geraumer Zeit die Leitung übernommen.
Diverse Auftritte im Jahr und eine zweite CD wurde in den
Handel gebracht.
Das Stadtteilfest zur Kieler Woche wird mit vielen ortsansässigen
Geschäften und Vereinen
auf dem Gildegelände durchgeführt; ebenso bereitet
die Gilde in der Adventszeit den älteren Bürgerinnen
und Bürgern aus dem Stadtteil Russee; Hammer und Demühlen
ein paar besinnliche Stunden im Gildeheim. Tradition ist auch
zur vorweihnachtlichen Zeit, eine Behindertengruppe einzuladen
Die Jugendabteilung unter der Leitung von Werner Pinkert (Jugendwart)
und Jürgen Stabenau (Sportleiter), die z. Z. 32 Jugendliche
zählt, wurde neu aufgebaut.
Auf 50 Jahre Vereinsgeschichte kann die Gilde im Jahr 2007
zurückblicken. Für dieses Jubiläum sind die
ersten organisatorischen Arbeiten angelaufen.
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